Galvanotherapie

Galvanotherapie

Dr. Luigi Galvani – Professor für Anatomie an der Universität Bologna – beobachtete, dass die Muskeln toter Frösche, die in der Nähe einer Elektrisiermaschine lagerten, zu zucken begannen, sobald er sie mit einem Messer berührte.
Galvani erkannte den Wert seiner zufälligen Entdeckung und veröffentlichte diese in einer Arbeit mit dem Titel:
„De viribus electricitatis in motu musculari commenstarisus“ („Beschreibung der elektrischen Kräfte der Muskelbewegung“).

Die Zufallsentdeckung des Gleichstroms durch Galvani führte zur Entwicklung der Batterien, wie wir sie heute in vielfältiger Form verwenden.
Überhaupt verdanken wir Galvani die Grundlage für die weitere Erforschung der Elektrizität und deren physikalischer Gesetze inner- und außerhalb von biologischen Systemen.

Die Galvano-Therapie ist eine innovative Technologie in der Krebstherapie mit dem Ziel einer überraschend schnellen Behandlung
ohne oder mit sehr geringen Schmerzen,
ohne oder mit nicht nennenswerten Nebenwirkungen und
ohne Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung.

Vorteile auf einen Blick
Das betroffene Organ bleibt mit seinen Funktionen erhalten.
Die Therapie kann in lokaler Betäubung durchgeführt werden, d.h. Risiken und Nebenwirkungen einer Narkose werden vermieden, und der Patient erholt sich leichter.
Es kommt zu einer zusätzlichen Immunstimulation, weil lysierte (sich auflösende) Tumorbestandteile dem Immunsystem präsentiert werden.
Das gesunde Gewebe kann im Vergleich zu herkömmlichen Methoden gezielter vor einer Schädigung bewahrt werden.
Die Galvanotherapie ist eine elektrophysikalische Methode, bei der Gleichstrom in den Tumor eingebracht wird.
Bei normaler Organfunktion (gesundem Gewebe) sind die elektrischen Ladungen der Zellen getrennt. Im Tumorgewebe sind die elektrischen Ladungen der Zellen nicht getrennt, es kommt zu einem „Kurzschluss?.
Greift man in dieses elektrische System durch die Galvanotherapie ein und verändert die Unterschiede im elektrischen Potenzial zwischen normalem und geschädigtem Gewebe, so soll dies die Heilung beeinflussen können. Spricht ein Tumor auf die Elektrodenbehandlung an, kommt es im Tumor zu Verschlüssen kleiner Gefäße und damit zu einem Absterben des Tumors (Nekrose).
Durch die eingebrachten positiv und negativ geladenen Elektroden werden massive Ionenwanderungen im Gewebe verursacht, und das Mikromilieu wird so stark gestört, dass die besonders empfindlichen Tumorzellen schließlich früher oder später absterben. Zusätzlich sammeln sich um die Anode massenhaft weiße Blutkörperchen (Körperabwehr), was möglicherweise die lokale Immunabwehr erhöht.
Durch diese Veränderungen werden die Tumoren in ihrem Wachstum gehemmt, und es kann eine Größenreduktion des Karzinoms erzielt werden.
Die Galvano-Therapie erfolgt ambulant - ohne eine Operation und die damit verbundenen Risiken. Sie ist minimal invasiv - d.h. der Eingriff in den Körper ist geringfügig und für den Patienten organerhaltend - ohne die sonst üblichen Verstümmelungen. Sie ist eine echte Chance, dem Krebs erfolgreich und ohne die sonst üblichen schwerwiegenden Folgen zu begegnen.
Mit freundlicher Genehmigung von:
Dr. Mayer & Söhne GmbH & Co. KG ‘ 2008

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