Alzheimer

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07.12.2010 Entzündungen könnten Wurzel von Parkinson sein
Neuer Ansatz für Behandlungen von Parkinson und Alzheimer Entzündungsreaktionen im Körper könnten an einigen fortschreitenden Krankheiten des Nervensystems wie Parkinson beteiligt sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Lausanne, die im Fachmagazin "Nature" publiziert wurde. Ausgelöst wird die Reaktion durch den Eiweißkomplex Inflammosom, den der Lausanner Forscher Jürg Tschopp im Jahr 2002 entdeckt hatte. Laut den Schweizern ist Inflammosom gemäß neuen Studien auch an Krankheiten wie Gicht oder Diabetes beteiligt. Trotz der Behandlungserfolge liegen die molekularen Mechanismen, die die Aktivität des Inflammosoms steuern, noch weitgehend im Dunkeln. In der neuen Studie konnten die Lausanner nachweisen, dass der Eiweißkomplex als eine Art Regler der Energieproduktion in den Zellen dient. Stress führt dazu, dass die Mitochondrien zu stark aktiviert werden. Diese werden beschädigt und produzieren Abfälle. Normalerweise werden diese Abfälle aber durch die Autophagozytose eliminiert und wiederverwertet. Hier kommen die Entzündungen ins Spiel: Wie die Lausanner Forscher nachweisen konnten, stoppt die Autophagozytose das Inflammosom und damit die Entzündungsreaktion. Fehler in diesem Wiederverwertungssystem kaputter Mitochondrien sind Mitverursacher von einigen fortschreitenden Nervenkrankheiten wie Parkinson. Die Studie zeige also, dass das Inflammosom bei der Entstehung solcher Krankheiten eine Rolle spiele, schreibt die Uni Lausanne. Dadurch könnten sich möglicherweise neue Therapieansätze gegen Parkinson oder Alzheimer ergeben. (moe)
Quelle: NATURE

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